Katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth

Home
Aktuelles
Gruppen
Termine
Wir über uns
Spiritualität
Links
Kontakt
Begleitung

Firmung

Firmung

Ein Sakrament ist wie ein Siegel, ein Zeichen, das unser Leben prägt. Ein verlässliches Zeichen, das unser Leben besonders macht.
Ein solches Prägemal für unser Leben ist das Sakrament der Firmung. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: Stärkung.
„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist“. Diese Worte spricht der Bischof, während er jedem einzelnen Firmling die Hände auflegt und ihm das Kreuzzeichen auf die Stirn mit Chrisam zeichnet.
Hier wird nun schon sichtbar, welche „Stärkung“ gemeint ist: die Zusage, umgangssprachlich formuliert: „Auf den Heiligen Geist kannst du dich verlassen“.
Dieses besondere Zeichen der Zusage wird durch die geschichtliche Entwicklung des Sakraments noch besser verständlich.
Die Firmung steht im engen Zusammenhang mit der Taufe, in den ersten Jahrhunderten, als noch Erwachsene getauft wurden, waren die Zeichen der Taufe mit denen der Firmung in einer Feier verbunden. Erst im Anschluss daran feierten die Getauften und Gefirmten ihre erste Eucharistie. Daher gab es hier noch eine feste Verbindung zwischen diesen drei Sakramenten.
Mit der Einführung der Kindstaufe wurde auch der Zeitpunkt der Firmung verschoben.
Andererseits gewinnt das Sakrament so seinen bestärkenden Charakter. Das bischöfliche Handauflegen und die Salbung mit Chrisam, verbunden mit dem Gebet der Gemeinde, sollen verdeutlichen, dass der / die Getaufte nun ein vollberechtigtes Mitglied der Kirche geworden ist. Firmung ist also Gabe und Aufgabe zugleich, denn die Gabe des Heiligen Geistes befähigt uns aus dem Glauben zu handeln und zu leben. Damit seid ihr mit der Firmung besonders ermutigt, für die „Sache Jesu“ einzustehen. (Ihr kennt vielleicht das Lied: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte….“).
In diesem Zusammenhang ist die Salbung ein wichtiges Zeichen, denn sie weist auf unsere Nähe zu Jesus Christus hin (Christus = der Gesalbte).
Die Verbindung zur Taufe wird hergestellt durch ein weiteres Element, das zum Ablauf der Firmung gehört: Nachdem die Firmlinge dem Bischof vorgestellt wurden und er seine Ansprache an diese gehalten hat, erfolgt die Erneuerung des Taufversprechens. Diesmal sprechen die Jugendlichen die Worte selbst, die bei der Taufe ihre Eltern und Paten für sie gesprochen haben.
Danach kommt die schon beschriebene Handauflegung und die Salbung durch den Bischof. Mit einem Friedensgruß an die Firmlinge und besonderen Fürbitten wird die eigentliche Firmung abgeschlossen, im Anschluss feiern alle gemeinsam Danksagung, Eucharistie.
Das, was im Zeichen der Taufe bereits geschah, die Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen, wird nun in der Firmung noch einmal besiegelt.

Konkrete Schritte in unserer Gemeinde:

Alle zwei Jahre findet die Vorbereitung auf die Feier der Firmung für Jugendliche der 8. und 9. Klasse (oder älter) statt. Da wir die Bedürfnisse der Jugendlichen ernst nehmen möchten, ist die Firmvorbereitung jedes Mal sehr unterschiedlich geprägt. Doch die Miteinbeziehung der Jugendlichen in die Firmkonzeption kommt ein immer neuer, spannender Prozess in Gang.
Das erfordert von uns Erwachsenen die Bereitschaft, nicht nur das, was uns wichtig ist, anzunehmen und darauf zu lernen.
So ist die Firmvorbereitung einmal schwerpunktmäßig mehr klassisch mit Gruppenstunden, einmal mehr projektorientiert, einmal mehr erlebnispädagogisch ausgerichtet oder konzentriert auf Samstage zu den Themen der Jugendlichen.